Erfolgreicher Typgenehmigungstest ermöglicht weitere Entwicklung des ME-LGIA
Probefahrt mit dem Ammoniakmotor von Everllence rückt näher
Everllence hat den erfolgreichen Abschluss des Typgenehmigungstests (TAT) seines ammoniakbetriebenen ME-LGIA-Motors im betriebseigenen Kopenhagener Forschungszentrum (RCC) bekannt gegeben. Acht Klassifikationsgesellschaften beaufsichtigten die Tests, die vom 10. bis 12. Juni 2026 stattfanden und für den Motor den nächsten Schritt auf dem Weg zur Marktreife markieren.
Bjarne Foldager, Head of Two-Stroke Business, Everllence, sagt dazu: „Der TAT ist ein weiterer wichtiger Schritt zwischen der Konzeptentwicklung und der endgültigen Inbetriebnahme des Seemotors. Der Test bestätigt, dass der ME-LGIA verbaut werden darf und ist der letzte Test vor den eigentlichen See- und Gasversuchen. Der Motor setzt neue Maßstäbe für klimaneutrale Antriebe und die digitale Vernetzung und stößt seit seiner ersten Ankündigung im Jahr 2019 auf reges Interesse. Er ist ein Beweis für die einzigartige Fähigkeit von Everllence, auf die Nachfrage zu reagieren und innovative Kraftstoffe auf den Markt zu bringen.“
Bei einer zweitägigen Veranstaltung in Kopenhagen im November 2025 hat Everllence die ME-LGIA-Motoren offiziell eingeführt. Dank des Dieselprinzips und der bekannten Dual‑Fuel‑Flüssiggasinjektion verfügt der Motor über eine nachgewiesene Erfolgsbilanz von mehreren hunderttausend Betriebsstunden.
Ole Pyndt Hansen, Senior Vice President, Head of Two-Stroke R&D, Everllence, sagt dazu: „Der TAT ist auch wichtig im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Ammoniakvorschriften der IMO, da die Vorgaben und Richtlinien zur Realität passen müssen, damit die Sicherheit an Bord weiter erhöht werden kann. Diese Erkenntnis stammt aus der Industrie. Die ersten ammoniakbetriebenen Schiffe, die voraussichtlich 2026 in See stechen können, werden ein gutes Argument für die Weiterentwicklung dieser Richtlinien sein.“
Everllence weist außerdem darauf hin, dass der Ammoniak-TAT als letzter Typgenehmigungstest im Kopenhagener RCC das Ende einer Ära markiert. Das Unternehmen plant, bereits Ende 2027 an einen neuen Standort außerhalb der Stadt umzuziehen.