Volkswagen Group schließt mit Bain Capital exklusive Vereinbarung über den Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an Everllence ab

Die von der Volkswagen Group mit Bain Capital geschlossene exklusive Vereinbarung sieht den Verkauf von 51 Prozent der Anteile an Everllence vor, mittelfristig plant die Volkswagen Group, mit 49 Prozent wichtiger Anteilseigner zu bleiben.

Die Volkswagen Group hat mit Bain Capital eine exklusive Vereinbarung über den Verkauf der Mehrheit an Everllence abgeschlossen - 51 Prozent der Anteile sollen dabei an Bain Capital abgegeben werden. Mit der Transaktion will Volkswagen die Substanz des Unternehmens in der laufenden Transformation erheblich stärken. Mittelfristig plant Volkswagen, mit 49 Prozent wichtiger Anteilseigner von Everllence zu bleiben.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der gesetzlich vorgeschriebenen Informations- und Konsultationsverfahren der Arbeitnehmervertretungen in Frankreich sowie der weiteren Bedingungen und Genehmigungen der Regulierungsbehörden.

Im Rahmen der geplanten Leveraged Buy-out Transaktion erlöstVolkswagen circa 7,4 Mrd. Euro. Das Unternehmen, das weltweit zu den führenden Herstellern von Großmotoren, Turbomaschinen und Dekarbonisierungslösungen zählt, soll durch die neue Eigentümerstruktur sein Wachstum in den dynamischen Märkten der globalen Schifffahrt, Datacenters und Energiewirtschaft weiter fortsetzen. 

Uwe Lauber, CEO von Everllence: „Mit dieser Transaktion wollen wir die Grundlage schaffen, unseren erfolgreichen Wachstumskurs nachhaltig fortzusetzen und weiter zu beschleunigen. Die finanzielle Stärke, strategische Expertise und das globale Netzwerk von Bain Capital sollen unsere Position stärken, Innovationen voranzutreiben, Spitzentechnologie zu skalieren und neue Märkte zu erschließen. Gleichzeitig sind wir bestrebt, für unsere Kunden ein verlässlicher Partner zu bleiben – mit dem klaren Anspruch, Schlüsselindustrien weltweit effizienter, erfolgreicher und klimafreundlicher zu machen.“ 

Oliver Blume, CEO der Volkswagen Group: „Everllence hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, auf die wir stolz sein können. Wir haben das Unternehmen mit der Übernahme im Jahr 2018 neu ausgerichtet und stärker gemacht. Heute gehört Everllence zu den weltweit führenden Herstellern für Großmotoren, Turbomaschinen und Dekarbonisierungslösungen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den nächsten Schritt zu gehen – die Mehrheit abzugeben an einen neuen, starken Partner. Damit wollen wir Mehrwert für alle schaffen: Schlankere Strukturen und Prozesse geben Everllence die Chance auf weiteres Wachstum in attraktiven Märkten wie Datenzentren, Energiewirtschaft und Schifffahrt. Gleichzeitig können wir uns noch stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren.“ 

Arno Antlitz, CFO und COO der Volkswagen Group: „Wir treiben die Transformation der Volkswagen Group konsequent voran und schaffen wettbewerbsfähige Strukturen. Dazu gehört auch das aktive Management unserer zahlreichen Gesellschaften und Beteiligungen. Nach Abschluss der geplanten Transaktion erhält Everllence mit Bain Capital einen starken Partner. Gemeinsam richten wir Everllence weiter konsequent auf die Anforderungen des Marktes hin gezielt aus – und nutzen so Wachstumschancen. Die Volkswagen Group will damit gleichzeitig die Komplexität ihrer Strukturen verringern, die Steuerung verschlanken, ihre Substanz stärken und ihre finanzielle Flexibilität erhöhen. Auch unsere Aktionäre können in mehrfacher Hinsicht von dieser Transaktion profitieren: zum einen durch die gestärkte Substanz der Volkswagen Group, zum anderen durch die Teilhabe an dem künftigen Wert- und Wachstumspotenzial von Everllence.“ 

Mit rund 16.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 4,9 Milliarden Euro zählt Everllence zu den global bedeutendsten Herstellern von Großmotoren und Turbomaschinen. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt und ist bereit für den nächsten Wachstumsschritt. Seit der Übernahme durch die Volkswagen Group vor acht Jahren wurde der Anbieter von Antriebs-, Dekarbonisierungs- und Effizienzlösungen für die Schifffahrt, die Energiewirtschaft und die Industrie strategisch neu ausgerichtet, operativ gestrafft und im Juni 2025 unter dem Namen Everllence (davor MAN Energy Solutions) neu positioniert.  

In den vergangenen sechs Jahren ist Everllence konstant gewachsen und hat dank hoher Nachfrage wiederholt Rekorde im Auftragseingang vermeldet. Die Märkte, in denen Everllence tätig ist, wachsen weiter: Energiewende, globaler Infrastrukturausbau und steigender Strombedarf durch Digitalisierung und Rechenzentren treiben die Nachfrage.

Der Buchwert der Everllence SE in der Bilanz der Volkswagen AG betrug zum Stichtag 31. Mai 2026 rund 3,4 Mrd. Euro.

 

Beschäftigungssicherung an deutschen Standorten

 

Im Zuge der Transaktion wurden Sicherungen für die deutschen Standorte des Unternehmens vereinbart: Die Standorte in Augsburg, Oberhausen, Berlin, Hamburg und Ravensburg bleiben auch unter der neuen Eigentümerstruktur mindestens bis Ende 2030 erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen sind in diesem Zeitraum ausgeschlossen. 

 

Über Bain Capital

 

Im Jahr 1984 gegründet zählt Bain Capital heute zu den weltweit führenden privaten Investmentgesellschaften. Das Unternehmen schafft nachhaltigen Mehrwert für seine Investoren, Mitarbeitenden, Beteiligungen und die Regionen, in denen es tätig ist. Als eigentümergeführte Firma zeichnet sich Bain Capital durch konsequente Umsetzung, langfristiges Denken und eine Kultur der Zusammenarbeit aus. Diese schafft die Grundlage, um Innovation zu entwickeln, neue Chancen zu erschließen und nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Über seine globale Plattform investiert Bain Capital in unterschiedliche Anlageklassen, darunter Private Equity, Growth & Venture, Capital Solutions, Credit & Capital Markets sowie Real Assets. In all diesen Disziplinen bringt Bain Capital tiefgehende Branchenexpertise und umfassende Kompetenzen ein. Bain Capital ist mit 24 Standorten auf vier Kontinenten vertreten, beschäftigt mehr als 2.000 Mitarbeitende und verwaltet Vermögenswerte in Höhe von rund 225 Milliarden US-Dollar. Weitere Informationen finden Sie unter www.baincapital.com.

 

 

 

1) Der Erlös ergibt sich aus dem 51% Anteil und der erwarteten Verschuldung nach Abschluss der Leveraged Buy-out Transaktion.